Modul 3: 05. März 2026, Unterbringung und ärztliche Zwangsmaßnahmen
Über den Kurs
Die Gesundheitssorge und Aufenthaltsbestimmung zählen zu den wohl anspruchsvollsten Aufgabenbereichen in der rechtlichen Betreuung. Die Verantwortung ist hoch, denn es müssen häufig Entscheidungen mit weitreichenden Konsequenzen für betreute Personen getroffen werden. Dabei kann es um die medizinische Versorgung, aber auch um die Wohnsituation eines Betreuten gehen. Eine besondere Herausforderung stellen Entscheidungen dar, die Unterbringungen betreffen, etwa bei psychisch kranken Menschen. Aber auch präventive Maßnahmen zur Abwehr drohender Gefahren durch freiheitsentziehende Maßnahmen – wie die Anbringung von Bettgittern zur Vermeidung von Stürzen – und ärztliche Maßnahmen zählen dazu.
Schon diese wenigen Beispiele machen deutlich: Sie agieren in einem äußerst komplexen Rahmen. Oftmals bestehen daher Unklarheiten mit der Anwendung der gesetzlichen Regelungen. Wann beispielsweise wird körperlicher Zwang rechtlich einwandfrei ausgeübt? Welche Bedeutung kommt dem Willen des Betroffenen zu? Wann benötigen Sie bei freiheitsentziehenden Maßnahmen die Genehmigung des Betreuungsgerichts? Wie können Sie in Notfällen – wie z.B. bei akuter Selbstgefährdung – handeln? Und was ist zu tun, wenn Angehörige eine Strafanzeige stellen, weil aus ihrer Sicht eine unberechtigte und damit strafbare freiheitsentziehende Maßnahme vorgenommen wurde?